0

Warenkorb: 0 Artikel 0,00 €

Sonntagsreiter

Richard Riemerschmid, München 1901

Artikelnummer:

785

weitere Informationen:

Keine Vorschau verfügbar
Sonntagsreiter
Sonntagsreiter Sonntagsreiter Sonntagsreiter Sonntagsreiter Sonntagsreiter Sonntagsreiter Sonntagsreiter Sonntagsreiter Sonntagsreiter
Top Neu Miles & More

Preis:

498,00

inkl. 19% Mehrwertsteuer
kostenloser Versand innerhalb Deutschlands

3% Skonto bei Vorkasse

Kundenservice:
037204/9294-14

Der „Sonntagsreiter“ wurde von Richard Riemerschmid für die DWH gestaltet. Der bekannte Architekt und Maler (geb. 20.6.1868 in München, gest. 13.4.1957 in München) stand seit 1902 in engem Kontakt mit dem Dresdner Unternehmen. Er entwarf u.a. zahlreiche Möbel, die Gesamtkonzeption der Gartenstadt Hellerau, Ausstattungsgegenstände wie z.B. Geschirr und auch unser altes Unternehmensgebäude.

Produkteigenschaften:

Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst, Dresden

Zwei Figuren: Pferd und Reiter, getrennt spielbar und mit Spielvorlage

Bewegliche und vielfach verstellbare Gliedmaßen, in Schiene aufstellbar

Material Pferd und Reiter:

Holz, farbig lackiert und handbemalt/ Metall

Material Schiene:

Holz, matt klar lackiert

Material Verpackungskasten:

Holz, gebeizt und matt lackiert

Maße Pferd mit Reiter:

Länge: 39,5 cm

Tiefe: 3,7 cm

Höhe: 34 cm

Maße Schiene:

Länge: 39,5 cm

Tiefe: 4,7 cm

Höhe: 1 cm

Maße Verpackungskasten:

Länge: 42 cm

Breite: 27,5 cm

Höhe: 6 cm

Hinweis:

Dekorationsartikel gehören nicht zum Leistungsumfang.

Nachbildung von historischem Spielzeug.

Dieses Produkt ist für Sammler bestimmt, die mindestens 14 Jahre alt sind.

Die Deutschen Werkstätten haben in ihrer mehr als 100jährigen Geschichte fast alles hergestellt, was in den großen Kreis der Wohnungseinrichtung gehört, vom Möbel und der Wandverkleidung über Teppiche, Besteck und Geschirr bis hin zu Lampen u.v.a.m . Sie bauten den Prototyp eines Autos, Flugzeugteile, sogar ganze Häuser. Interessant sind innerhalb eines so großen Spektrums häufig die kleinen Dinge. Sie sind manchmal überraschend, zuweilen auch überraschend modern. Als die Deutschen Werkstätten 2005 auf die lange in Vergessenheit geratene Spielzeugproduktion des Unternehmens hingewiesen wurden, wandelte sich Erstaunen schnell in Freude über die Vielfalt und die Qualität der Stücke. Trotz ihres Alters sind sie auf der Höhe der Zeit. Dieses Reformspielzeug erfüllt auch heute noch viele Ansprüche, und deshalb mussten die Tiere, die die größte Ausstrahlung hatten, einfach wiederbelebt werden. Heute jedoch fungieren sie zwar weiterhin unter dem Label „Dresdner Spielzeug“, sind jedoch stärker dekorative Objekte als tatsächlich für die Hände von Kleinkindern gedacht. Als Karl Schmidt, der Gründer der Deutschen Werkstätten, 1903 in einer Ausstellung seines Unternehmens (damals noch „Deutsche Werkstätten für Handwerkskunst“) erstmals Spielzeug zeigte, entfachte er einen wahren Begeisterungssturm bei den Besuchern. 1906 schrieb der Dresdner Publizist Paul Schumann den Werkstätten sogar zu, die ersten Reformspielsachen überhaupt hergestellt zu haben. Ein weiterer Geschäftszweig hatte sich aufgetan, der über die bisherige Herstellung von Einrichtungsgegenständen hinauswies. Verwunderlich ist das nicht, passte doch die große Klammer „Reform“ um das meiste, was Karl Schmidt in seinem Unternehmen anpackte. Die Architektur der durch ihn initiierten Gartenstadt Hellerau war ein Reformwerk, und die Verbindung von Handwerk und Technik in der Möbelherstellung seiner Firma reformierte er ebenso. Schmidt war für alles Neue und Sinnvolle zu begeistern und verband diesen Enthusiasmus mit einem starken Sendungsbewusstsein und einem Glauben an die Möglichkeit einer neuen, besseren Welt. Naheliegend scheint daher der Schritt zum Reformspielzeug, zumal Schmidt in Zschopau geboren wurde und aufwuchs, wo die Holzspielzeugherstellung Tradition hatte. Natürlichkeit, Einfachheit, Schönheit, Gesundheit und Harmonie gehörten zu den Kernthemen der Zeit um die Jahrhundertwende, und sie kennzeichnen auch die Ansprüche an das „reformierte“ Spielzeug. Kaum eines ließ sich im üblichen Spielzeug des 19. Jahrhunderts finden. Naturalistisches, kaum „Bespielbares“ stand in den Kinderzimmern. Ganz anders das Reformspielzeug: Es war einfach und doch künstlerisch anspruchsvoll, regte die kindliche Kreativität an und wurde als Möglichkeit gesehen, über die Kinder die gesamte künftige Kunstlandschaft positiv zu beeinflussen. Derartiges verkündete der erste deutsche Kunsterziehungstag 1901 in Dresden, Thema: „Die Bildende Kunst“. In einer späteren Werbeschrift der Deutschen Werkstätten wurde der Anspruch formuliert, „an der Stelle der ins maßlose gekünstelten naturalistischen Spielsachen aus ungeeignetem Material einfache, haltbare Holzspielsachen zu bringen“. War es Zufall, dass Schmidt sich seit 1902 mit der Spielzeugherstellung befasste? Wohl kaum. Es sieht danach aus, als hätte er das in der Stadt kommunizierte Thema aufgegriffen und in der ihm eigenen Art umgesetzt. Die formulierten Ansätze passten schließlich hervorragend zu seinen eigenen, bereits umgesetzten Vorstellungen. Bereits für seine Möbel sprach Schmidt gute und bekannte Gestalter an, unter deren Namen die Erzeugnisse verkauft wurden. Nach den gleichen Prinzipien erfolgte die Zusammenarbeit mit den Spielzeugentwerfern. Und Schmidt schaffte es tatsächlich, herausragende Künstler für die Spielsachen zu verpflichten: Richard Riemerschmid, Hellmuth Eichrodt, Frank Wedekind, Koloman Moser, Alexander von Salzmann, Hermann Urban, Richard Kuöhl u.v.a.m. Durch den Erfolg beflügelt gründete Schmidt am 18. Februar 1905 in seiner Heimatstadt Zschopau eine eigenständige Abteilung Spielzeug. Die Erzeugnisse wurden auch vorher schon unter der Bezeichnung „Dresdner Spielzeug“ vertrieben und erreichten einen hohen Bekanntheitsgrad. Die Erzeugnisse erhielten ein eigenes Label, unter dem sie vermarktet wurden. 1908 verkaufte Karl Schmidt die gesamte Spielzeugproduktion an die Firma Th. Heymann aus Großolbersdorf/Sachsen, um den Neubau seines Unternehmens und die Gründung der Gartenstadt Hellerau vorzubereiten. Heymann führte die Produktion fort und scheint auch im Auftrag der Deutschen Werkstätten weiterhin das eine oder andere Spielzeug hergestellt zu haben.

Produktvideo

Sonntagsreiter

Artikel empfehlen

Versenden Sie eine Nachricht an einen Freund mit dem Link zu diesem Artikel!

Artikel empfehlen

sonntagsreiter/edition/spielzeug/a-785/

Stilistische Empfehlungen

Top Neu Miles & More

Alligator

Alligator

Otto Froebel, 1910
699,00 €
Alligator
Top Neu Miles & More

Werkform Schaukelwagen

Werkform Schaukelwagen

Hans Brockhage
420,00 €
Werkform Schaukelwagen
Top Neu Miles & More

PLAYSAM Rocking Horse Schaukelpferd

PLAYSAM Rocking Horse Schaukelpferd

Ulf Hanses
ab 167,00 €
PLAYSAM Rocking Horse Schaukelpferd
Top Neu Miles & More

Dackel

Dackel

Hermann Urban, München 1902
799,00 €
Dackel

Zuletzt angesehene Artikel

Sonntagsreiter

498,00 €

aus Kategorie:
Spielzeug

Sonntagsreiter
 

alle Preise sind inklusive 19% gesetzlicher Mehrwertsteuer.
Hotline: 037204/9294-14 (Mo-Fr 9 - 18 Uhr)

© 2012 dwh.de / Alle Rechte vorbehalten
powered by createyourtemplate